Mantrailing – Was ist das?

Das Wort Mantrailing kommt aus dem Amerikanischen und setzt sich aus den englischen Wörtern „man“ = „Mensch bzw. Mann“ und „trial“ =„Spur bzw. Pfad“ zusammen. Somit bedeutet Mantrailing, dass der Hund die Spur eines Menschen verfolgt. Dabei folgt der Hund der menschlichen individuellen Geruchsspur, die sich aus abgestoßenen und von Bakterien zersetzten Haut- und Haarpartikeln (Mikrospuren) zusammensetzt. Durch den Luftstrom werden diese abgestorbenen Zellen in einer Umgebung der eigentlichen Gangspur verteilt.

Hunde als Makrosmaten, also „Nasentiere“, haben einen sehr gut entwickelten Geruchssinn, der eine große Rolle innerhalb der Sinne spielt. Mantrailing ist damit im hohen Maß artgerecht und eine anspruchsvolle Beschäftigung, weil es die besondere Nasenleistung des Hundes in den Vordergrund stellt und das Gehirn und den Bewegungsapparat aktiviert.

Mantrailing ist aber auch Teamarbeit zwischen Mensch und Hund:

Die Sucharbeit wird über ein Grundritual vom Menschen gestartet. Der Hund übernimmt, an Geschirr und langer Leine die Anführaufgabe. Der Mensch muss seinen Hund bei der „Arbeit“ genau beobachten und lernen,

  • der Nase seines Hundes zu vertrauen,
  • seinen Hund „zu lesen“, also dessen Körperhaltung deuten zu können und
  • ihm ggf. Hilfestellungen zu geben,

um gemeinsam ans Ziel zu gelangen.

Mantrailing ist daher Teamarbeit der besonderen Art und hat einen positiven Einfluss auf die Mensch-Hund-Beziehung.

Die Sucharbeit ist unabhängig von Witterung oder Untergründen und kann -  je nach Trainingsstand - somit nahezu überall stattfinden (Wald, Feldmark, Ortschaften, Einkaufzentren etc.).